Schwerpunkt Rente & Alterssicherung

Lebensleistung anerkennen – gesetzliche Altersrente steuerfrei

WfE will eine Alterssicherung, die verständlich, verlässlich und langfristig finanzierbar ist. Ein zentraler Vorschlag: Die reguläre gesetzliche Altersrente soll grundsätzlich von der Einkommensteuer befreit werden.

Rente als verlässliche Alterssicherung

Wer jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, soll im Alter verlässlich planen können. WfE möchte das Rentensystem deshalb einfacher, nachvollziehbarer und generationengerecht weiterentwickeln.

1. Gesetzliche Altersrente steuerfrei stellen

Die reguläre gesetzliche Altersrente soll nach dem WfE-Vorschlag grundsätzlich nicht mehr der Einkommensteuer unterliegen. Damit soll die monatliche Rente als Alterssicherung vollständig bei den Rentnerinnen und Rentnern ankommen.

  • Gesetzliche Altersrente grundsätzlich von der Einkommensteuer befreien.
  • Keine komplizierten steuerpflichtigen Rentenanteile für die reguläre gesetzliche Altersrente.
  • Die Regelung verständlich und einheitlich ausgestalten.

2. Andere Einkünfte getrennt betrachten

Die Steuerfreiheit der gesetzlichen Altersrente bedeutet nicht, dass sämtliche Einkünfte im Alter steuerfrei werden sollen. Andere Einnahmen sollen weiterhin nach den allgemeinen steuerlichen Regeln behandelt werden.

  • Arbeitseinkommen im Alter getrennt von der gesetzlichen Altersrente betrachten.
  • Miet- und gewerbliche Einkünfte weiterhin nach allgemeinen Regeln besteuern.
  • Private und betriebliche Altersvorsorge in einer umfassenden Reform gesondert prüfen.

3. Lebensleistung anerkennen

Langjährige Arbeit und Beitragszeiten sollen in der Alterssicherung sichtbar berücksichtigt werden. Menschen müssen darauf vertrauen können, dass sich jahrzehntelange Beitragszahlung auch im Alter auszahlt.

  • Langjährige Beitragszeiten angemessen berücksichtigen.
  • Regelungen verständlich erklären und bürokratische Hürden reduzieren.
  • Menschen mit niedrigen Renten gezielt vor Altersarmut schützen.

4. Flexible Übergänge in den Ruhestand

Nicht jeder Lebenslauf ist gleich. Wer freiwillig länger arbeiten möchte, soll das unkompliziert tun können. Wer aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden muss, braucht verlässliche Regeln.

  • Teilweise und schrittweise Übergänge in den Ruhestand vereinfachen.
  • Freiwillige Weiterarbeit attraktiv und rechtlich übersichtlich gestalten.
  • Keine pauschale Erwartung, dass jeder Mensch unabhängig von Beruf und Gesundheit länger arbeiten kann.

5. Langfristige Finanzierung offenlegen

Eine stabile Rente braucht eine solide Finanzierung. Auch die Steuerfreiheit der gesetzlichen Altersrente hat Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte. Diese Auswirkungen müssen transparent berechnet werden.

  • Finanzielle Folgen einer Steuerbefreiung offen und nachvollziehbar ausweisen.
  • Langfristige Gegenfinanzierung vor einer gesetzlichen Umsetzung festlegen.
  • Kleine und mittlere Einkommen nicht durch neue Belastungen zur Gegenfinanzierung heranziehen.
  • Demografische Veränderungen frühzeitig in die Rentenplanung einbeziehen.

6. Altersarmut wirksam bekämpfen

Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen, Angehörige gepflegt oder aus anderen anerkennenswerten Gründen unterbrochene Erwerbsbiografien haben, dürfen im Alter nicht durchs Raster fallen.

  • Bestehende Unterstützungsansprüche leichter zugänglich machen.
  • Information und Beratung zur Altersvorsorge verbessern.
  • Regelungen regelmäßig darauf prüfen, ob sie Altersarmut tatsächlich verringern.
Grundsatz: Wer jahrzehntelang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, soll im Alter verlässlich wissen, was von seiner Rente bleibt. WfE fordert deshalb: Die reguläre gesetzliche Altersrente soll steuerfrei werden.

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