Schwerpunkt Ehrenamt, Vereine & Sport

Engagement einfacher machen

Vereine, freiwillige Helfer und Sportangebote tragen viel zum gesellschaftlichen Leben bei. WfE will ihnen nicht jede Verantwortung abnehmen, aber Regeln, Förderung und Infrastruktur praktikabler gestalten.

Arbeitsstand: Dieser Abschnitt beschreibt die aktuelle politische Arbeitsposition von WfE. Konkrete Gesetze müssten rechtlich geprüft, finanziert und im parlamentarischen Verfahren beraten werden.

1. Bürokratie für Vereine vereinfachen

Ehrenamtliche sollen ihre Zeit möglichst für Vereinsarbeit statt für komplizierte Verwaltung einsetzen.

  • Formulare, Nachweise und Förderabrechnungen vereinfachen.
  • Kleine Vereine bei Datenschutz, Steuer- und Vereinsrecht besser beraten.
  • Digitale Standardlösungen und Mustervorlagen anbieten.
  • Bagatellgrenzen und vereinfachte Verfahren regelmäßig prüfen.

2. Nachwuchsarbeit stärken

Kinder und Jugendliche finden über Vereine Gemeinschaft, Bewegung, Musik, Kultur und Verantwortung.

  • Jugendarbeit bei Förderprogrammen angemessen berücksichtigen.
  • Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen erleichtern.
  • Ausbildung von Jugendleitern und Trainern unterstützen.
  • Teilnahme auch für Familien mit wenig Einkommen ermöglichen.

3. Sportstätten erhalten

Viele Vereine sind auf kommunale Hallen, Plätze und Bäder angewiesen.

  • Sanierung nach transparenten Prioritäten fördern.
  • Nutzungszeiten fair und nachvollziehbar vergeben.
  • Barrierefreie Nutzung verbessern.
  • Energieeffiziente Modernisierung mit Betriebskosten im Blick unterstützen.

4. Kinderschutz und sichere Vereinsarbeit

Vereine mit Kinder- und Jugendarbeit tragen besondere Verantwortung.

  • Präventions- und Schutzkonzepte praxistauglich unterstützen.
  • Ansprechpersonen und Schulungen fördern.
  • Klare Melde- und Beratungswege schaffen.
  • Ehrenamtliche nicht allein mit komplexen Verdachtsfällen lassen.

5. Ehrenamt in Krisen und Alltag

Freiwillige Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Tafeln, Nachbarschaftshilfen und viele andere Initiativen sind wichtige Teile des Gemeinwesens.

  • Freistellungs- und Anerkennungsregeln auf Praxistauglichkeit prüfen.
  • Versicherungsschutz klar gestalten.
  • Ausstattung und Ausbildung bei sicherheitsrelevantem Ehrenamt unterstützen.
  • Anerkennungskultur stärken, ohne Ehrenamt zur Ersatzlösung für staatliche Pflichtaufgaben zu machen.

Zuständigkeit

Vereins- und Steuerrecht liegen wesentlich beim Bund. Sport-, Kultur- und Ehrenamtsförderung sowie kommunale Infrastruktur werden stark von Ländern und Kommunen gestaltet.

Finanzierung und Umsetzung

Förderung soll einfacher und zielgerichteter werden. Bestehende Programme können gebündelt und kleine Zuschüsse mit weniger Verwaltungsaufwand vergeben werden.

Grundsatz: Ehrenamt lebt von Freiwilligkeit. Der Staat sollte es ermöglichen und unterstützen, aber nicht als kostenlosen Ersatz für eigene Pflichtaufgaben behandeln.

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